Donnerstag, 28. November 2013

Eskapismus – Paris


Eine der schönsten Dinge, die ich seid langem gemacht habe, war mein kleiner Trip nach Paris an einem Wochenende im November. Ich bin jemand, der sehr viel nachdenkt -zu viel! Vieles bedrückt mich und lässt mich abends nicht einschlafen. Ich bin rastlos. Doch in Paris konnte ich komplett abschalten, alle Sorgen vergessen – sogar körperliche Bedürfnisse wie Schlaf. Ich konnte allem entfliehen. Es war zauberhaft.





In Paris habe ich eine Kommilitonin, die dort ein Praktikum macht, besucht. Ich kam mit vielleicht einer Stunde Schlaf an einem Samstag Morgen an. Das Wiedersehen war herzlich. Wir hatten uns bei einem gemütlichen Frühstück viel zu erzählen. Danach haben wir uns auf dem Markt mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt und sind dann zur Champs-Élysées gefahren. Das ist mein kleines Paris-Begrüßungs-Ritual. Von dort aus sind wir durch den Regen spaziert und haben irgendwann ein wundervolles Café für eine kleine Pause gefunden. Ich hatte ein Grapefruit Eclair (!!!). Bevor wir nach Haus gegangen sind, um zu kochen und viel zu lange zu quatschen, waren wir noch bei City Pharma wo ich ohne ein schlechtes Gewissen großen Schaden angerichtet habe.
Am Sonntag waren wir ganz kaputt. Wieder viel gegessen, viel geredet und den Friedhof Père-Lachaise, der direkt um die Ecke war, besucht. Dort habe ich einige 3D Bilder gemacht und mich hauptsächlich aber wie eine alte Oma gefühlt. Bevor das Oma Feeling zu intensiv werden konnte, haben wir uns schick gemacht und sind in ein fantastisches und günstiges Restaurant namens ‚Rouleau Printemps’ Essen gegangen. Danach gings zu einem Konzert im Point Ephémère. Das war nicht irgendein Konzert. Vor zwei Jahren hatte ich nach einem Konzert der Band aufgelegt. Der Sänger hatte mich angequatscht und wir hatten uns zwei Wochen später, bevor sie von Berlin zurück nach Amerika geflogen sind, noch mal getroffen. Wir hatten uns unendlich gut verstanden und blieben im Kontakt. Ich hab ihn nicht vor dem Konzert gesehen und danach war erst mal eine riesen Schar Menschen um ihn versammelt, die ein Foto oder Autogramm wollten. Das war zu bizarr. Nachdem sie abgebaut hatten, sind wir dann zu viert mit Bier in der Hand durch die Straßen gelaufen, sehr gefroren und ach ja natürlich vieeel gequatscht. Der Abschied viel nicht schwer, weil wir uns in Berlin noch mal wiedersehen werden.
Am Montag war Feiertag in Frankreich. So konnte meine Kommilitonin mit mir in eine ganz verträumte und einfach nur großartige Ausstellung im Musée du Luxembourg gehen. Sie hieß ‚La Renaissance et le Rêve’ und zeigt unter anderem wundervolle Bilder von Hieronymus Bosch. Geht unbedingt hin falls ihr die Gelegenheit habt. Sie besteht noch bis Ende Januar. Den Rest der Zeit haben wir, und ich am Dienstag bis zu meinem Abflug alleine, mit essen und durch die Gegend laufen verbracht.



Auch noch jetzt wird mir ganz warm ums Herz wenn ich an den Trip denke. Natürlich habe ich mir einige Souvenirs mitgebracht. Die neuen Pflege Produkte sind mir sehr ans Herz gewachsen und tun meiner Haut unendlich gut. Bei dem Mac Lippenstift handelt es sich um ‚Elegant Accent’ aus der Mineralize Rich Reihe und die Feigen Kerze konnte ich im Monoprix nicht stehen lassen. Sie duftet wundervoll. Nahezu als wäre sie von Diptyque. Von diesen Tagen werde ich noch lange zehren können. 

1 Kommentar:

  1. Père-Lachaise finde ich traumhaft schön und im Herbst, so kam es mir vor, findet man dort die schönsten Kastanien der Welt.

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